Nina aus München sucht verzweifelt ihre Muskeln, Tina aus Mannheim will endlich Spaß an Ausdauersport finden. 40 Tage lang machen sich #teamnina und #teamtina zur Aufgabe, sich gegenseitig zu motivieren, um ihre Ziele noch besser zu erreichen in der Sport-Challenge #40tagesport. Bislang waren sie beste Freundinnen. Ob ihre Freundschaft dieses Fitness-Battle übersteht? Das erfahrt ihr hier bei „Ich mach dann mal Sport“. Was bisher geschah – bei Nina: Laufen kann ich, an der Wand sitzen aber nicht.

Ich fühle mich derzeit im Training ein wenig wie damals im Kindergarten auf dem „stillen Stuhl“: War man nicht brav, wurde man auf den Stuhl verbannt und durfte sich nicht bewegen. 10 Minuten lang. Die Folter sieht im Erwachsenenalter ähnlich aus: Man muss sich an eine Wand setzen und darf sich nicht bewegen. 40 Sekunden lang. Schaffe ich das nicht, werde ich geschimpft. Von mir selbst.

Grund dafür ist mein Trainingsplan für die erste Woche der Sport-Challenge #40tagesport. Für das erste Training entsprechend meiner Herausforderin und Mitstreiterin Tina musste ich Sit-ups, Liegestützen und Wandhocken absolvieren. Das war nicht ohne und vor allem nicht alles.

Der Testlauf war für mich Training genug

Der gesamte Trainingsplan ist nicht ohne, wenn man schon lange keinen Sport mehr gemacht hat. So leicht die Übungen auch klingen: Bereits bei der Test-Runde zum Zeitnehmen und Wiederholungen zählen wurde mir klar, dass ich das Ganze gnadenlos unterschätzt habe. Oder mich überschätzt. Wahlweise beides. Dem lieben Trainer Gregor von Edelhelfer Sport habe ich versprochen, meine Erfahrung und meine Gefühle mit den Übungen entsprechend zu notieren. Das habe ich getan und möchte sie nun auch mit euch teilen.

Warum ist diesen Testlauf absolviert habe? Damit ich später, am Ende der Challenge, Vergleichswerte habe. So kann ich meine eigene Entwicklung in diesen 40 Tagen mitverfolgen und sehen, wie sehr sich meine Fitness verbessert hat. Genau das ist es ja, was ich möchte: Mein körperliches Befinden verbessern, mich mehr bewegen, fitter werden. Wenn diese Übungen dafür sorgen, dass das so ist – gemeinsam mit den Ausdauereinheiten zweimal in der Woche -, bin ich absolut zufrieden.

Diese Werte zählen am Ende von #40tagesport

Als Aufwärmtraining habe ich mich für 15 Minuten aufs Fahrrad gesetzt im Fitnessstudio. Das war zwar anstrengend, aber auch irgendwie befreiend. Zumindest habe ich mich danach freiwillig und motiviert in eine Ecke des Studios zurückgezogen, um dort in Ruhe meine Übungen zu machen. Freifläche. Ha. Ich. Ein Traum war das. Mein Selbstbewusstsein hatte ich, gut durchdacht, hinter dem Gewichteständer und dem Metallkorb mit den Faszienrollen versteckt. Da war genau genug Platz für mich, mein anngeschlagenes Ego und eine Trainingsmatte. Und eine Wand – eine nicht ganz unerhebliche Tatsache angesichts des Trainingsplans.

Beim Zirkeltraining standen zuerst Kniebeugen an, gefolgt von Liegestütz am Küchentisch (in dem Fall dem Metallkorb), Sit-ups, Unterarmstütz – die ihr vermutlich auch als Planking kennt -, Wandsitz und das Halten von zwei Flaschen. Ich habe geschwitzt, geflucht, einen Mädchen, das mit fragwürdig angeschaut hat, böse Blicke zugeworfen, dann um Hilfe flehende Blicke, und dann habe ich mich einfach auf den Boden fallen lassen. Dazwischen habe ich brav meine Zeiten gestoppt, versucht, die Übungen auszuführen, und meine Wiederholungen notiert. Das sind die Werte, gegen die ich in meinem letzten Training der Challenge noch mal antreten werden:

  • Kniebeugen: 24 Stück in einer Minute
  • Liegestütz: 12 Stück in einer Minute
  • Sit-ups: 23 Stück in einer Minute
  • Unterarmstütz: 31 Sekunden lang gehalten
  • Wandsitz: 43 Sekunden lang gehalten
  • Zwei Gewichte á 1kg gehalten: 1 Minute 23 Sekunden lang

Das klingt erstmal alles nicht besonders prickelnd und hat sich auch nicht so gut angefühlt. Allerdings war ich sehr, wirklich sehr stolz, dass ich die Übungen nach Vorgabe des eigentlichen Trainingsverlauf tatsächlich durchgehalten habe. Mit verdammt viel Schmerz und manchmal auch einer ganz kleinen Pause, aber ich habe es durchgehalten.

So habe ich mich dabei gefühlt

Kniebeugen finde ich machbar, wenngleich verdammt anstrengend. Ich könnte mir Schöneres vorstellen, zumal ich dabei wirklich dauernd in den Spiegel geschaut habe aus Angst, dass ich die Kniebeugen falsch ausführe. Liegestütz sind dagegen etwas, was ich einfach nicht kann. Ich kann es einfach nicht. Gregor hat mir zwar ein paar Tipps gegeben, wie ich leichter in die Liegestütz und wieder nach oben komme, aber selbst unter Berücksichtigung derer dachte ich, ich muss sterben. Für mich sind Liegestütz schlichtweg das Schlimmste, was es auf Erden gibt. Liegestütz, knallende Sektkorken und Pferde. Meine persönliche „Bitte geh weg“-Liste.

Sit-ups mag ich gern und mache sie auch gern. Sie sind war unglaublich krass, wenn man sie richtig mag, aber ich mag das Gefühl, wenn ich meinen Bauch traininert habe. Die Muskeln dort bekommen meiner Meinung nach schneller Muskelkater als alle anderen Muskeln im Körper. So spüre ich dort also zuerst, dass ich mich wirklich bewegt habe – und fühle mich unfassbar sportlich und mackermäßig, wenn ich nach ein paar Sit-ups schon ein Ziehen spüre. Yeah, ich durchtrainiertes Babe, yo. So ein Blödsinn, echt. Aber wenn es dabei hilft, die Übungen lieber zu machen, dann ist es wohl so.

Planken geht, aber geht mir weg mit Wänden

Unterarmstütz kennen wir auch alle und nennen es Planken, dann kann man es nämlich besser bei Instagram posten und außerdem machen alle mit. Plank-Challenges gibt es immer wieder und ich bin echt jedes Mal verleitet, mitzumachen! Weil es einfach so schnelles und effektives Training bedeutet, das es mir irgendwie auf Seiten meines kleinen sadistischen Ichs Freunde bereitet. Persönlicher Zorn hingegen entfaltete sich beim Wandsitz. Erst habe ich gelacht: Wandsitz, klar, das ist bestimmt der Killer. Nicht. Schließlich werde ich ja sogar noch von der Wand gestützt,  während ich einfach nur so dasitze.

Wenige Sekunden später wurde mir klar, warum nicht ich der Fitnessprofi bin, sondern der, der mir diese Übungen gegeben hat. Weil der Wandsitz nämlich sehr wohl ein Killer ist und so dermaßen in die Beine geht, dass mir bei der dritten Wiederholung die Tränen in die Augen gestiegen sind. Muss ein herrlicher Anblick gewesen sein: Nina in der stillen Ecke, ruht sich ein wenig an der Wand aus und weint dabei.

Zum großen Finale habe ich die geforderten zwei 1-Liter-Flaschen durch zwei 1-Kilo-Hanteln ersetzt und mich in den Raum gestellt. Das ging gut, tat weh, hat mich aber irgendwie auch sehr beflügelt. Ich bin im Nachhinein froh, dass diese Übung die letzte im Zirkeltraining war. So konnte ich das Ganze doch noch mit einem Lächeln auf den Lippen beenden und mich stark und erfolgreich fühlen statt schwach und gescheitert. 10 Minuten Dehnen später sah ich dann so aus – und auch zu diesem Foto wird es hoffentlich am Ende von #40tagesport einen Vergleichswert geben, der mir zeigt, dass die Welt nun eine bessere ist.

 


Du willst mehr erfahren über die Sport-Challenge #40tagesport? Nina und Tina anfeuern – oder vielleicht sogar selbst mitmachen und dich mit den beiden quälen? Hier findest du alle Infos ->

 

Ich, Nina, Jahrgang 1986 und Gründerin des Blogs „Ich mach dann mal Sport“, bin Zeit meines Lebens verliebt in Wort und Schrift. Jetzt nehme ich euch mit auf meine Suche nach Motivation und meinen Weg zu mehr Fitness.

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