Nina aus München sucht verzweifelt ihre Muskeln, Tina aus Mannheim will endlich Spaß an Ausdauersport finden. 40 Tage lang machen sich #teamnina und #teamtina zur Aufgabe, sich gegenseitig zu motivieren, um ihre Ziele noch besser zu erreichen in der Sport-Challenge #40tagesport. Bislang waren sie beste Freundinnen. Ob ihre Freundschaft dieses Fitness-Battle übersteht? Das erfahrt ihr hier bei „Ich mach dann mal Sport“. Was bisher geschah – bei Tina: die Hassliebe mit mehr Hass als Liebe zum Laufen.

Ich würde ja gern behaupten, dass mich mit dem Laufen eine Hassliebe verbindet, aber dazu fehlt es unserer Beziehung eindeutig an Liebe. Ich habe mir alle Mühe gegeben, aber es wird noch nicht mal eine Freundschaft zwischen uns. Wir sind vielleicht lose Bekannte, die sich alle paar Jahre mal sehen und dann merken, dass sie irgendwie doch nicht so gut miteinander klarkommen.

Es ist ja nicht so, dass ich’s nie probiert hätte. Allein, mit Freunden, mit der Laufgruppe im Fitnessstudio. Sogar beim 6-km-Frauenlauf bin ich mal mitgelaufen – mit Startnummer und Zeitmessung und allem. Aber trotzdem fehlt es unserer Beziehung an Beständigkeit.

Laufen kann doch jeder. Oder etwa nicht?

Unsere unregelmäßigen Kontaktaufnahmen sehen meist so aus: Irgendeine Person in meinem Bekanntenkreis fällt durch eine Laufleistung auf. Die eigentlich unsportliche Freundin, die spontan und untrainiert den Startplatz einer anderen beim Stadtlauf übernimmt. Der übergewichtige Kollege, der anfängt zu laufen und plötzlich 15 Kilo abnimmt und beim Halbmarathon antritt. Und so weiter, und so fort. Solche Leute kennt jeder.

Und immer wieder denke ich dann: „Das kriegst du doch auch hin!“ Schließlich mache ich ja regemäßig Sport. Fahrradtouren mit 50 km stellen mich konditionstechnisch vor keine große Herausforderung. Zwei- bis dreimal Zirkeltraining pro Woche absolviere ich ebenfalls. Aber laufen?! Nach spätestens zwei Kilometern hechle ich mich mit schmerzenden Lungen mühsam voran und frage mich, warum ich mir das eigentlich antue. Auf das vielzitierte Runner’s High warte ich noch immer vergeblich.

Dabei habe ich eine Weile sogar mal regelmäßig in einer Laufgruppe unter Anleitung trainiert. Das Problem: Niemand, wirklich niemand läuft so langsam wie ich. Jeder behauptet immer, total untrainiert und langsam zu sein, aber am Schluss bin es doch immer nur ich, die 300 Meter zurückfällt. Da kann auch der beste Trainer nichts ausrichten – da verliere ich die Lust. Schließlich will ich ja nicht ständig das Gefühl haben, die ganze Gruppe aufzuhalten.

Ich bin gerüstet, jetzt kann es los gehen #40tagesport

Also doch wieder alleine los. Angeblich ist Laufen ja auch die einfachste Sache der Welt, außer vernünftigen Schuhen braucht man schließlich nichts. Die Menschen, die das behaupten, brauchen offenbar auch keinen Schlüssel, um nach dem Lauf wieder nach Hause zu kommen. Keine Musik, um nicht vor Langeweile umzukommen. Und kein Wasser. Oder wo packen diese anspruchslosen Superläufer ihre Sachen hin?

Ich besitze inzwischen so ein sportliches Täschchen für Handy und Schlüssel, mit dem Ergebnis, dass ich jetzt alle paar Hundert Meter am Gurt rumzupfe und Angst habe, alles zu verlieren. Aber bestimmt eine reine Gewöhnungssache. Bleibt noch das Wasserproblem. Das ist angeblich rein psychologisch, denn bei weniger als 60 Minuten Dauerlauf besteht zumindest in unseren Breiten keine Gefahr, an Dehydration zu sterben. Sicherheitshalber stecke ich aber doch lieber mal fünf Euro ein, um notfalls am Kiosk halten zu können.

Während ich gerade wieder beobachte, wie mit den ersten Sonnenstrahlen auch die ganzen Freizeitläufer herauskommen und die Ufer an Rhein und Neckar überrennen, muss ich zugeben, dass mir Laufen – wenn überhaupt – vor allem im Winter Spaß macht. Denn so ganz ohne Sport und Bewegung im Freien geht’s bei mir auch bei Minusgraden nicht. Wenn dann mein geliebtes Radfahren zu einer unschönen glitschigen Angelegenheit wird, ist es tatsächlich ein gutes Gefühl, bei klirrender Kälte an den dann völlig einsamen Uferstrecken entlangzujoggen. Wenn ich denn nur mal weiter als drei Kilometer kommen würde! Deswegen werde ich jetzt noch einen letzten Versuch mit dem Laufen wagen – und mit einem mir sympathischen Trainingsplan aus unserer Gelegenheitsaffäre eine Dauerbeziehung machen.

Alle Fotos von #teamtina gibt’s übrigens auch hier bei Instagram ->


Du willst mehr erfahren über die Sport-Challenge #40tagesport? Nina und Tina anfeuern – oder vielleicht sogar selbst mitmachen und dich mit den beiden quälen? Hier findest du alle Infos ->

Ich bin Tina. Vollzeit-Geekgirl, Wortverdreherin, Weltenbummlerin und beste Freundin der Initiatorin dieses Blogs. Vor drei Jahren habe Sport für mich entdeckt. In unterschiedlichsten Arten und Weisen. Ich bin hier Mitstreiterin bei der Sport-Challenge #40tagesport und lasse euch darum als Gastautorin am #teamtina teilhaben.

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