Gestresst? Genervt? Dann habe ich genau das Richtige für euch. Auch ich brauche regelmäßig ein Ventil, um wieder etwas Gelassenheit zu erlangen. Extra für diesen Zweck gibt es Sportarten, bei denen es um nichts anderes geht als um Entspannung durch Sport. Klingt nach einer guten Sachen? Ist es auch!

Es dürfte dem ein oder anderen bereits aufgefallen sein: Ich bin nicht unbedingt die geduldigste Person. Wenn ich Sport machen möchte, dann möchte ich Sport machen. Wenn ich eine gute Idee habe, dann will ich sie auch umsetzen. Wenn mich jemand nervt, dann möchte ich ihm das gern direkt ins Gesicht sagen. Wenn ich mich über etwas freue, dann würde ich das am liebsten sofort mit der ganzen Welt teilen. Aufgrund dessen beneide ich Menschen, die in Sachen Geduld wahre Meister sind. Kaum etwas kann sie aus der Fassung bringen, weil sie ganz fürchterlich ausgeglichen sind.

Nun habe ich die Wahl: Entweder hasse ich diese Leute für ihre innere Ruhe, oder ich gehe dem vermeintlichen Rätsel auf die Spur und finde heraus, wie ich Entspannung für meinen Körper und meinen Geist erlangen kann. Zum Wohle aller habe ich mich für Letzteres entschieden und mich deshalb damit beschäftigt, welche Sportarten besonders gut für eine kleine Auszeit vom Alltag geeignet sind. Je nach Vorlieben und Trainingstyp gibt es unterschiedliche Sportarten und Methoden, die uns in Harmonietiere verwandeln. Kleiner Überblick gefällig? Dann ab dafür.

Mein absoluter Liebling: Tai Chi

Kampfsport für mehr Entspannung? Sowas von! Während einer längeren Reise durch China vor einigen Jahren bin ich das erste Mal mit Tai Chi konfrontiert worden. Ein Meister aus Peking hatte mich zu einer Trainingsstunde eingeladen, um mir diese traditionelle chinesische Kampfkunst näher zu bringen. Mit Erfolg: Die Reise zog einen mehrmonatigen Tai-Chi-Kurs in München nach sich und zu dieser Zeit war ich tatsächlich so ausgeglichen wie noch nie.

Wenn alte Chinesinnen im Park Tai Chi machen, sieht das zwar total easy aus, fußt aber auf jahrelangem anspruchsvollem Training. Ähnlich wie bei Qigong werden immer wieder dieselben Übungen wiederholt – hier allerdings in Form einer ganzen Choreographie, die man Schritt für Schritt erlernt. Die richtige Ausführung der Übungen erfordert viel Konzentration und auch Koordination. Ganz nebenbei werden die Bein- und die Rückenmuskulatur trainert.

Auch Yoga bringt Entspannung durch Sport

So viele Menschen schwören auf Yoga. Dafür muss es doch einen Grund geben! Ja, mehrere sogar. Zum einen hilft Yoga bei ziemlich vielen Gebrechen. Zum anderen stärken die Übungen (so genannten Asanas) nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Bekannte Yoga-Formen wie Power-Yoga, Bikram-Yoga und Co. konzentrieren sich sehr auf Fitness und Ausdauer. Doch es gibt Stil, deren Übungsreihen vor allem der Tiefenentspannung und Meditation dienen. Dazu gehören etwa Hatha- oder auch Kundalini-Yoga. Ommmmmmm.

Pilates – mehr Gymnastik als Yoga

Euch ist Yoga etwas zu spirituell? Kein Problem. Wer sich etwas mehr bewegen möchte oder sich lieber Übungen wünscht, die mehr in Richtung Kraftsport geht, könnte es mal mit Pilates probieren. Keine Sorge, wirklich „heftig“ ist diese Sportart auch nicht – doch neben Atmung, Koordination und Haltung spielt hier der Fitness-Aspekt eine große Rolle. Das schonende Ganzkörpertraining konzentriert sich auf die Körpermitte und somit auf das Training von Bauch, Rücken, Rumpf und Beckenboden. Anders als beim klassischen Yoga werden beim Pilates auch Hilfsmittel wie Bälle oder Bänder verwendet.

Qigong und PME für eine bessere innere Welt

Eine Kollegin von mir hat mir schon vor Monaten Qigong empfohlen und ich bin mir sicher, dass ich es auch bald ausprobieren werde. Diese Sportart soll nicht nur das Immunsystem stärken, sondern auch Kraft und Kondition verbessern. Der harmonische Fluss der Bewegungen sorgt schließlich gemeinsam mit der meditativen Atmung beruhigend auf Körper und Geist. Das Geheimnis liegt laut Qigong- und Taiji-Lehrerin Karin Sedlmeier aus Wolnzach darin, dass die Übungen langsam, aber stetig ausgeführt werden: „Man hört kurz vor der stärksten Anspannung auf und geht dann in die Gegenbewegung.“ Hier trifft die Formulierung „Entspannung durch Sport“ also vermutlich am meisten zu.

Bei PME, also progressiver Muskelentspannung, „liegt“ der Fall im wahrsten Sinne des Worte etwas anders. Die Übungen werden im Liegen ausgeführt, die Entspannung kommt durch gezielte Anspannung des Körpers. Mir war bei PME immer das Risiko zu groß, dass ich dabei einschlafe. Wer sich da etwas besser im Griff hat als ich, könnte das aber bitte ausprobieren und mir seine Erfahrung mitteilen.

Nia vereint Entspannung mit Tanz

Yoga, Pilates und Tai Chi sind euch nicht dynamisch genug? Dann versucht es mal mit Nia für Entspannung durch Sport. Über diese Sportart bin ich mal durch puren Zufall gestoßen, aber mein Interesse war schnell geweckt: Nia ist die Abkürzung für „Non-Impact Aerobics“, dient ebenfalls dem Stressabbau und ist deutlich gelenkschonender als normales Aerobic. Die Mischung aus Kampfsport, Tanz und Entspannung erfordert eigentlich keine weitere Voraussetzung als Musik und die Bereitschaft, barfuß Sport zu treiben.

Ja, Yoga und ich. Das ist was. ©Nina-Carissima Schönrock

Ja, Yoga und ich. Das ist was. ©Nina-Carissima Schönrock

Ich, Nina, Jahrgang 1986 und Gründerin des Blogs „Ich mach dann mal Sport“, bin Zeit meines Lebens verliebt in Wort und Schrift. Jetzt nehme ich euch mit auf meine Suche nach Motivation und meinen Weg zu mehr Fitness.

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