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Was macht ihr, wenn ihr euch vor dem Sport drücken möchtet? Ich fange dann an, zu prokrastinieren. Das Gute daran: Oftmals schweife ich so dermaßen mit meinen Gedanken ab, dass am Ende tatsächlich etwas für mich recht Spannendes dabei rauskommt. So ging’s mir auch als ich mich neulich gefragt habe, ob ich überhaupt Klamotten in der richtigen Farbe habe, um Sport zu machen. Wirkt sich die Farbgebung womöglich direkt auf meine Motivation und mein Können aus? Und ja, dieser Frage bin ich wirklich nachgegangen.

Farben spielen in unserem Alltag eine große Rolle. Sie können nicht nur unsere Stimmung beeinflussen, sondern darüber hinaus unser ganzes Leben. Das klingt sehr anmaßen und ist es auch, aber Farben haben uns tatsächlich recht gut im Griff. Meint man gar nicht.

Tatsächlich bin ich auf meiner Gedankenreise zur Frage, ob ich nur dann Sport machen kann, wenn meine Kleidung die richtige Farbe hat, ein wenig abgedriftet. Ich habe mich in den unendlichen Tiefen des Internets verloren und bin dabei auf recht spannende Artikel und Ansätze gestoßen.

Farbe beeinflusst unser Leben – warum also nicht auch unsere Motivation?

Axel Venn, Professor an der Hochschule für angewandte Farbwissenschaft und Kunst Hildesheim, erklärte dem Wissensmagazin „X:enius“ auf Arte im Januar 2011: „Farben sind immer Signale.“ Jede Farbe und jede ihrer Nuancen steht für etwas. Und genau das repräsentieren wir, wenn wir uns erstmal für eine Farbe entschieden haben.

Kein Wunder: Rund 80 Prozent der Sinneseindrücke nehmen wir über die Augen war. Diese widerum können mehr als zehn Millionen Farbtöne unterscheiden. Ist es da verwunderlich, wenn Farben bei uns umgehend Assoziationen wecken?

Siegertypen entscheiden sich ganz klar für Rot

Nehmen wir beispielsweise die Farbe Rot. Rot strahlt etwas Vitales und Dynamisches aus. Es ist die Farbe der Leidenschaft und des Tatendrangs. Laut eines Berichts von „Spiegel Online“ im Sport ist Rot sogar ganz klar die Farbe der Sieger. Dabei beruft sich das Nachrichtenportal vollends auf die Wissenschaft.

Von Boxen bis hin zu Fußball: Forscher wollen in den vergangenen Jahren durch systematische Auswertungen herausgefunden haben, dass Sportler in Rot öfter gewinnen als andere. Studien aus den Jahren 2005 und 2008 sollen als Beleg dafür dienen.

Das sagt die Farbpsychologie

Glaubt man der Farbpsychologie, regt Rot das Immunsystem und den Kreislauf an und bringt richtig Power in den Körper. Diese Energie kann unsere Kräfte aktivieren und uns das Gemüt erhitzen. Genau das alles wünschen wir uns eigenlich, wenn wir Sport machen (sollen).

Wer sich statt für knalliges Rot und seine Nuancen lieber für Magenta oder Rosa entscheidet, demonstriert damit Dominanz, verbundenen mit einer gewissen Unschuld. Orange hingegen wirkt zwar ein bisschen aufdringlich, darüber aber auch aufgeschlossen, selbstbewusst und optimistisch. Nimmt man die Seriosität von Schwarz und die Extravaganz von Türkis noch mit dazu, ist die Wahl der richtigen Sportklamottenfarbe eigentlich gefallen.

Nicht nur die Kleider, auch die Räume werden beeinflusst

Auf Blau, Grün, Gelb und die ganzen anderen Farbgesellen lasse ich mich kleidungstechnisch erst gar nicht ein, habe ich mir überlegt. Denn die stehen mal für Langeweile, mal für Unmotiviertheit, mal für Ängste, mal für Krankheiten. Das sind nicht gerade die Begriffe, mit denen ich beim Training in Verbindung gebracht werden möchte.

Anders liegt der Fall, wenn es um die Farbe der Räumlichkeiten geht, in denen ich mich sportlich betätigen möchte. Helle und kräftige Blautöne wirken sich laut Feng-Shui-Theorie harmonisch aufs Befinden aus, auch wenn blaue Wände oder Boden eher kalt und drückend erscheinen. Grün hingegen schafft Behaglichkeit und wirkt positiv anregend auf uns. Orange und Braun sind eigentlich optimal für Räume wie etwa ein Fitnesscenter: Sie wirken anregend und motivierend, gleichzeitig aber auch trittsicher und konzentrationsfördernd.

Kompetente Sportwirkung dank der richtigen Farbe?

Noch bin ich nicht bereit, für mehr Bewegung und ein besseres Sportbewusstsein meinerseits meine Wohnung neu zu tapezieren. Bei der Wahl meiner Fitnesskleidung werde ich mich aberr vielleicht wirklich dazu hinreißen lassen, mir was Rotes oder zumindest Magenta-Farbenes zu kaufen. Ich liebe ja diese … wie heißt diese Farbe wohl … „intensive Koralle“? Vermutlich der perfekte Mix aus Pink, Rot und Orange. Damit kann ja dann eigentlich nichts mehr schief laufen mit meinen Plänen, endlich mehr Bewegung in mein Leben zu bringen.

Sollten die Wissenschaft und die alten Chinesen recht behalten, werde ich auf andere Sporttreibende zumindest einen verdammt fitten ersten Eindruck machen dank der richtigen Farbwahl.

 

©dasfotostudio.de/Margot Schönrock-Kimmich

Ich, Nina, Jahrgang 1986 und Gründerin des Blogs „Ich mach dann mal Sport“, bin Zeit meines Lebens verliebt in Wort und Schrift. Jetzt nehme ich euch mit auf meine Suche nach Motivation und meinen Weg zu mehr Fitness.

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