Abnehmen ohne Hungern: Ja, es geht und es ist der bessere Weg

Abnehmen ohne Hungern Abnehmen ohne Hungern - das wäre doch was. Davon träumt jede Frau, obwohl sie gar nicht davon träumen müsste, denn: Es geht tatsächlich! ©freepik.com/Designed by freepik

Du willst abnehmen, hast aber keine Lust auf die nächste Hungerkur? Ich kann dich beruhigen, denn es geht definitiv auch anders. Nicht ganz ohne Hunger, aber definitiv ohne zu hungern. Hä, was soll da jetzt der Unterschied sein? Das verrät dir Ernährungsexpertin Birgit Engert in ihrem Gastbeitrag für „Ich mach dann mal Sport“ und auch, wie du abnehmen ohne Hungern wirst.

Gastbeitrag von Birgit Engert

Zuerstmal eine Frage: Was bedeutet Hunger für dich? Ist Hunger negativ belastet und stresst dich – oder gibt er dir ein wohliges Gefühl vorm Einschlafen?

Ich steckte mitten in der Pubertät, als ich mir einbildete, abnehmen zu müssen. Hunger war für mich damals ein tolles Zeichen. Denn ich war zum Beispiel der Meinung, dass ich nachts abnehmen würde, wenn ich mit Hunger ins Bett gehe. Heute weiß ich: Das war völlig bekloppt.

Denn Hunger ist ein ganz klares Zeichen deines Körpers, dass er Energie braucht. Das klingt ungefähr so:
Körper an Birgit: „Energie verbraucht, bitte um Nachschub!“. Alles klar – Essen kommt. Sobald das Energielevel wieder ausgeglichen ist, nennt sich das Signal „Sättigung“.

Abnehmen ohne Hungern geht!

Hunger kennen heute die Wenigsten und wenn es ans Abnehmen geht, denken die meisten an Verzicht, Verbote und viel zu kleine Portionen. Sie denken an Disziplin und Durchhaltevermögen, aber bloß nicht an Genuss. Sondern an „Hungern“. Dazu jede Menge Sport. Sie überlegen sich Strategien, um den inneren Schweinehund zu bekämpfen und plagen sich so von der einen zur nächsten Einheit. Spaß macht es definitiv keinen.

Erkennst du dich wieder?

Puh, also ich war früher genauso, aber heute wäre mir das einfach viel zu anstrengend. Heute weiß ich, dass es keinerlei Disziplin braucht, um sich im eigenen Körper wohlfühlen zu können. Ich weiß, dass ich trotz Schokolade und mit Genuss abnehmen kann und ich weiß, dass es die beste Entscheidung war, meinen Fitnessstudiovertrag zu kündigen.

Wie das gehen soll? Ganz einfach, mit dem Prinzip der Somatischen Intelligenz

Die Somatische Intelligenz ist uns allen in die Wiege gelegt worden – auch dir. Schon in den jüngsten Jahren, ja sogar vom ersten Lebenstag an, steuert sie dein Hunger- und Sättigungszentrum, sagt dir, welche Lebensmittel dir gut bekommen und wie viel du wovon brauchst. Hörst du diese Signale, oder überhörst du sie?

Es gibt Kinder, die Äpfel lieber mit Schale essen, andere essen die Schale nicht mit. Die individuelle Körperintelligenz sagt ihnen, schon bevor sie den Apfel verzehren, ob er ihnen bekommt oder nicht. Manche Erwachsene haben diese Gabe immer noch. Viel zu viele Menschen haben leider im Laufe der Lebensjahre verlernt, auf ihren Körper zu hören.

Warum aber geht dieses so wichtige Gefühl verloren?

Zu viele Einflüsse von außen, mangelndes Selbstvertrauen und Zusatzstoffe im Essen können dazu führen, dass du isst, obwohl du keinen Hunger hast. Dass du mehr isst, als du eigentlich bräuchtest und dass du Dinge isst, auf die du eigentlich gar keine Lust hast und die dir nicht bekommen. Je öfter du deine Körpersignale außer Acht lässt, umso mehr geht von deiner angeborenen Körperintelligenz verloren.

Eine Diät und jede Art von „Versuch“, sich gesund zu ernähren, sind ein klassischer Fall von „ich verliere nach und nach mein Körpergefühl“. Eine Ernährung nach Plan und Regeln, die vollgepackt ist mit Verboten und keinen Platz mehr für Genuss bietet, führt über kurz oder lang dazu, dass du entgegen deiner eigenen Bedürfnisse isst. Jede Nicht-Beachtung irgendeiner selbst aufoktroyierten Regel führt dazu, dass du dich schlecht fühlst, als Versager, undiszipliniert und einfach unfähig, auch nur ein Gramm abzunehmen. Dabei war die unbändige Lust auf Schokolade ein einfaches Signal deines Körpers, doch bitte mal wieder Kohlenhydrate zu bekommen. Denn ohne funktioniert der Stoffwechsel einfach nicht so gut.

Durch ein ausgewogenes Essverhalten ohne Verbote, mit viel Freiraum und einem offenen Blick auf alles, was die Natur uns bietet, kannst du dich vor vielen Dingen bewahren, die heute vielleicht deinen Alltag prägen. Dazu gehören:

  • Heißhunger – definitiv vermeidbar, wenn du in deiner eigenen Balance bist und deine Ernährung auf deine Körpersignale abstimmst
  • Foodkoma – total platt und energielos, zum Beispiel nach dem Mittagessen? Das muss nicht sein
  • Fressattacken – die unbändige Lust auf Schokolade, obwohl es doch gerade so gut geklappt hat und du total diszipliniert warst
  • Cheat Days – ein absolutes NoGo, das der Vergangenheit angehört; denn im Prinzip ist jeder Tag ein Cheat Day

Und damit sollst du abnehmen?

Ganz genau. In den seltensten Fällen ist es so, dass der Körper sich aufgrund von entstandenem Verlusthunger erstmal all das holt, was du dir über lange Zeit verboten hast und dein Gewicht erstmal stagniert oder im blödesten Fall sogar etwas ansteigt. Das ist wirklich selten der Fall und kommt vor allem dann vor, wenn du schon jahrelang auf Diät bist und zu den absolut kontrollierten Essern gehörst.

Viel eher tritt ein, dass du völlig unbeschwert essen kannst und Essen keine Bewertung im Sinne von gesund oder ungesund bekommt. Du isst einfach das, was dir schmeckt. Und das darf alles sein. Und wenn du satt bist, lässt du den Rest einfach liegen. Das, was dir morgen schmeckt, muss übrigens nicht zwingend das sein, was dir heute schmeckt. Auch das kann sich im Laufe der Transformation verändern.

Klingt unglaublich, ist aber wahr. Mit den folgenden Tipps kannst du den ersten Schritt tun in Richtung WOW von deinem Spiegelbild. Abnehmen ohne Hungern eben.

Werde dir bewusst was du isst

Manchmal reicht allein die Beobachtung, um dein Verhalten zu ändern. Beobachte dich ein paar Tage genau und schreibe auf, was du isst, wann du isst, warum du isst, wie es dir geht, nachdem du gegessen hast. Führe so detailliert wie möglich Protokoll und lasse jede Bewertung aus dem Rennen. Reflektiere einfach dein Verhalten und belasse es dabei. Du wirst staunen, was dann passiert.

Schaue, was die Natur dir schenkt

Geh mit offenen Augen durchs Leben und wertschätze alles, was die Natur dir zur Verfügung stellt. Die Bäume schenken dir Luft zum Atmen, die Äcker liefern dir frisches Gemüse, der Sommer bringt dir frische, saftige Beeren und im Herbst darfst du dich über knackige Äpfel freuen. Je mehr du dir dessen bewusst bist, was du isst und wo die Lebensmittel herkommen, umso mehr achtest du auch wieder bewusst darauf, was dir die jeweiligen Lebensmittel liefern. Energie und Kraft oder Müdigkeit und Trägheit? Nimm die Lebensmittel zu dir, die dir Mehrwert liefern und sei dankbar, dass sie dir jederzeit zur Verfügung stehen.

Beobachte deine Gedanken

Oft führen alte Gedankenmuster, die dein Verhalten prägen, dazu, dass du bestimmte Aktionen tust, die vielleicht gar nicht mit deinem Plan im Bewusstsein übereinstimmen. Achte genau darauf, welche kleinen Gedanken sich in deinem Unterbewusstsein verstecken, die dir aktuell vielleicht im Weg stehen. Das können eigene Gedankenmuster sein oder auch welche, die dir durch deine Familie, Freunde oder Kollegen „eingepflanzt“ wurden. Sei offen, umzudenken.

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