30-Tage-Challenge: Die erste Woche treibt mich bereits in den Wahnsinn

30-Tage-Challenge, Frau beim Sport Niemand hat behauptet, dass die 30-Tage-Challenge Spaß machen würde. ©Nina-Carissima Schönrock/ichmachdannmalsport.de

Ist ja nicht so, als hätte ich den Start der 30-Tage-Challenge nicht genauestens geplant. Ich hatte mir meinen Wochenplan ausgedruckt, ausgefüllt und bin zumindest halbwegs motiviert gestartet. Doch was ich in dieser Woche noch erlebt habe, hat mich wirklich nerven gekostet. Bin ich etwa zu schwach für meine eigene Sport-Challenge?

Eigentlich sollte die 30-Tage-Challenge mein großes Sport-Comeback werden im Juni. Ich wollte nach der Geburt und den ersten Tagen Ruhe wieder durchstarten. Langsam, aber konsequent. Nicht nur, damit die Babypfunde wieder dorthin verschwinden, wo sie hergekommen sind. Sondern auch, weil ich mich in den vergangenen Monaten hauptsächlich wie ein Wal auf dem Sofa gewälzt habe.

Der Plan steht nach wie vor. Im Sommer wird’s auf jeden Fall wieder eine solche Challenge geben. Aber das Bedürfnis, mich wieder mehr bewegen, hat mich doch jetzt schon eingeholt. Deshalb habe ich am 1. März recht kurzfristig und ohne große Ankündigung die 30-Tage-Challenge mit mir selbst gestartet, auf Sportanfänger-Level.

Hier gibt’s alle Infos zum Konzept dieser Challenge für jeden zum Mitmachen ->

Mein Ziel: Mich jeden Tag bewegen, egal wie. Hauptsache, es ist eine Bewegungseinheit, die ich normalerweise ausgelassen hätte. Das kann also bedeuten, dass ich an einem Tag konsequent nur die Treppen nehme und keinerlei Aufzüge oder Rolltreppen nutze. Nicht nur einmal am Tag Treppensteigen, sondern eben dann straight den gesamten Tag über. Es kann aber auch bedeuten, dass ich jeden Tag eine Haltestelle vor meiner eigentlichen Zielhaltestelle aussteige und den Rest laufe. Oder – und das habe ich mir für die erste Woche hauptsächlich vorgenommen – ich setze mir ein Schrittziel.

10.000 Schritte am Tag klingen easy – doch so war’s wirklich

Da ich derzeit nicht besonders gut zu Fuß unterwegs bin, schaffe ich es nur noch selten für 4.000 Schritte am Tag. Die Schwangerschaft hat leider mal wieder jede Menge Tücken für mich bereit gehalten. Deshalb benötige ich bei Spaziergängen und auf längeren Strecken ein paar Pausen. Das hatte mich in den vergangenen Wochen dazu getrieben, bevorzugt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, auch für kurze Strecken. Seit 1. März ist das anders. 10.000 Schritte will ich täglich schaffen und zu Beginn der ersten Woche lief das auch (im beinahe wörtlichen Sinne) sehr gut.

Erst war mein freier Tag, der Freitag, dann Wochenende. Damit hatte ich quasi unzählige Möglichkeiten, mich von A nach B zu bewegen. Die ersten beiden Tage konnte ich mein Ziel sogar noch toppen: Tag 1 brachte 12.239 Schritte, Tag 2 sogar 13.006 Schritte. Ihr könnt mir glauben: An Tag 3 war ich ganz schön platt. Wenn man sich so lange quasi gar nicht mehr wirklich bewegt hat, sind große Fußmärsche tatsächlich ein Sport-Ersatz.

Am Anfang war da noch Motivation

Obwohl ich am dritten Tag gern an den guten Lauf angeknüpft hatte, wollte ich schlichtweg nicht vor die Tür. Meine Beine waren müde, alles rund um den Bauch schmerzte fürchterlich und das Wetter war auch für die Katz. Gegen Abend geriet ich dann etwas unter Zugzwang: Was tun? Der Tag war bald vorbei und ich hatte noch nichts für die Challenge getan. Scheitern am dritten Tag? Das hatte ich mir anders vorgestellt. Zumal meine Angst vor dem Scheitern ohnehin ein ganz eigenes Problem ist, wie ich euch ja neulich erst in einem Blogpost offenbart habe.

Es musste eine Lösung her. Mein Mann hatte eine gute Idee: Ich sollte mir eine App runterladen, die explizit Sportübungen für Schwangere beinhaltet. Mit Hilfe dieses Programms ließ ich mir ein umstandstaugliches Workout zusammenstellen. Das Ergebnis: Eine 24-minütige Yoga-Einheit. Diese war zwar schweißtreibender als erwartet, tat aber sehr gut. Nicht nur meinem Körper, sondern auch meinem Kopf. So gut, dass ich genau diese Einheit am Morgen von Tag 4 noch mal wiederholt habe.

Mitte der Woche verließ mich die Lust

Damit war mein Enthusiamus für die erste Woche dann aber auch ausgeschöpft. Mit Hausarbeit allein habe ich es an Tag 5 noch lange nicht ans Schrittziel geschafft. Also kapitulierte ich vor mir selbst und bin noch kurz ins Fitnessstudio, bevor das Kind aus der Kita abgeholt werden wollte. Der Wille war da, dort irgendwas Sinnvolles zu tun. Ein paar Beinpressen später war jedoch klar: Schön war’s, ein andermal. Geht nicht mehr so richtig.

Tag 6 stand wieder Schrittziel auf dem Plan, über 8.944 Schritte kam ich aber nicht raus. Macht nichts, sage ich mir, war eh schon deutlich mehr als in den vergangenen Wochen. Höchst motiviert startete ich in Tag 7 und somit das große Finale meiner ersten „Woche der Bewegung“: Heute könnte alles besser werden! Und wurde es. Ein paar Bahnen Schwimmen sorgten bei mir für mentales Wohlbefinden. Somit: Check. Woche überstanden. Gerade so. Spaß gemacht hat es nicht, aber für Erschöpfung gesorgt.

Ich fürchte, nächste Woche wird noch schlimmer

Das Fiese ist: Ich weiß ja, warum ich das tue. Selbst wenn ich keine Lust mehr habe, so habe ich dennoch Motivation. Denn meine Motivation ist bei dieser Challenge ja, dass ich mich wieder mehr bewegen möchte, weil es mir gut tut. Ich will mich gut fühlen, also hält mich das am Ball, egal, wie sehr es mich nervt. Das habe ich durch diesen Blog tatsächlich gelernt: Mich darauf zu besinnen, WARUM ich mich bewegen und Sport machen möchte und sollte.

Vor der zweiten Woche graut es mir dennoch. Denn mein Konzept dieser Challenge sieht ja vor, dass man sich in jeder Woche um eine Bewegung pro Tag steigert. Heißt: Woche 1 = 1 Bewegungseinheit pro Tag, Woche 2 = bis zu 2 Bewegungseinheiten pro Tag, Woche 3 = bis zu 3 Bewegungseinheiten pro Tag, Woche 4 = bis zu 4 Bewegungseinheiten pro Tag. Warum ich schreibe „bis zu“? Weil diese Challenge auch für Sportanfänger machbar sein soll. Wenn wir es in den Folgewoche schaffen, zumindest an manchen Tagen das Schrittziel zu erreichen UND eine kleine Fitnesseinheit einzulegen oder die Treppen zu nehmen, dann stellt sich in unserem Kopf ein Gefühl von Stolz und Erfolg ein. Genau das möchte ich endlich wieder fühlen.

Status-Updates zur 30-Tage-Challenge

Meine täglichen Updates zur Challenge poste ich übrigens auch bei Instagram und Facebook. Wenn ihr einfach nur wissen wollt, was mein Stand der Dinge ist oder ihr vielleicht sogar selbst bei der Challenge mitmacht, seid ihr da genau richtig. Unter den Hashtags #30tagechallenge und #wochederbewegung finden wir uns!

Die Woche der Bewegung

Die erste Woche der Bewegung ist geschaffft! ©Nina-Carissima Schönrock/ichmachdannmalsport.de

 


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