Vom Sportanfänger zum ersten Halbmarathon: Harter Weg, großer Erfolg!

Halbmarathon Maja vor ihrem ersten Halbmarathon. ©Hintergrund: Freepik.com/created by jcomp - Portrait: Maja Luise Stuckstedde ZVG

Vor einigen Monaten begann meine Leserin Maja mit dem Laufen, weil sie wieder mehr Sport treiben wollte. Nun ist sie ihren Halbmarathon gelaufen und ich bin unfassbar stolz auf sie. In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt sie, wie sie sich gefühlt hat, während ihr Traum von einem Halbmarathon tatsächlich in Erfüllung ging.

Als ich mit diesem Blog begonnen habe, war das, weil ich selbst dringend etwas in meinem Leben ändern wollte. Ich wusste, dass ich mich wieder mehr bewegen und meinen Weg zurück zum Sport finden muss. Das war alles andere als einfach. Mein kleines Schweinehundi hatte jedwede Motivation in ein Kästchen gesperrt und im Garten vergraben. Erschwerend kamen immer wieder Selbstzweifel hinzu, Rückschläge und jede Menge Augenblicke, die mein Leben in regelmäßigen Abständen etwas aus der Bahn geworfen haben und noch immer werfen. Doch ich habe großes Glück: Ich musste meinen Weg dank euch nie allein gehen.

Mit Motivation und jeder Menge Disziplin zum Ziel

Einer jungen Frau bin ich ganz besonders dankbar: Maja. Maja ist bekennende und leidenschaftliche Leserin von „Ich mach dann mal Sport“ und hat mich in meinem sportlichen Tun stets bekräftigt. Sie ließ mich an ihrer eigenen, sehr persönlichen Geschichte teilhaben und motivierte mich stets dazu, mich was zu trauen. Was auszuprobieren. Durchzuhalten. Etwas Schöneres kann man sich eigentlich kaum wünschen. Als ich im vergangenen Jahr mit dem Training für meinen ersten 10-Kilometer-Lauf begann, stand für Maja fest: „Das probiere ich auch.“ Für sie als bekennende Schwimmliebhaberin war Laufen bis dahin weniger Lieblingssport als vielmehr nervige Quälerei. Doch das hat sich geändert!

In den darauffolgenden Monaten hat Maja ihre Einstellung zum Thema Laufen komplett über den Haufen geworfen und sich zum Ziel gesetzt, eines Tages an einem Halbmarathon teilzunehmen. Sie begann mit dem Laufen, erlebte Höhen und Tiefen und ließ Gleichgesinnte auf Instagram an ihrer Entwicklung teilhaben. Mit der richtigen Lauftechnik und der Teilnahme an einem Seminar meiner Lauftrainerin Larissa Kleinmann wappnete sie sich für den großen Augenblick. Nun hat sich das harte Training ausgezahlt: Der erste Halbmarathon ist geschafft und ich danke Maja vielmals dafür, dass ich ihren Erfahrungsbericht an dieser Stelle auch mit euch teilen darf.

So lief Majas erster Halbmarathon

Das große Ziel: Der Nikolauslauf 2019 in Tübingen

„Furchtbar aufgeregt war ich. Bis zum Verlassen des Hauses wusste ich nicht, für welche Kleidung ich mich entscheiden sollte, weil nach einer eisigen Woche das Wetter auf einmal mild wurde, allerdings Regen vorausgesagt war. Letztlich war das Wetter perfekt, Sonnenschein bei neun Grad und ich genau richtig angezogen! Es lief wie geschmiert. Bei Kilometer zehn lag ich trotz der krassen Höhenmeter bei meiner Bestzeit von Oktober und ich wurde immer euphorischer, weil ich mir nach dem Probelauf vor drei Wochen nur noch vorgenommen hatte, diese krasse Strecke nicht über 2.30 zu laufen! Es sah so aus, als läge ich DEUTLICH darunter.

Auf Kilometer 13 hat mich dann aber plötzlich meine linke Wade im Stich gelassen, kurz darauf meine rechte. Bei jedem normalen Training hätte ich sofort abgebrochen, aber ich hatte ja noch neun Kilometer vor mir. Ab da bin ich jede Steigung bergauf konsequent gegangen, wenn auch mehr als nur zügig, und stand gefühlt permanent vorm beidseitigen Wadenkrampf. Bei Kilometer 17 fingen die Schienbeine an zu zicken. Ich habe mich fest auf meinen Willen und nicht auf meine Schmerzen konzentriert, die letzten 1,5 Kilometer durchgelaufen, Tempo nochmal kontinuierlich steigern können und zum Zieleinlauf noch meinen Sprint hingelegt.

Die vielen Schüler, die alle paar Kilometer postiert waren, um konsequent bis zum Schluss JEDEN persönlich anzufeuern, konnten auf den letzten Kilometer auch noch einiges aus mir rausholen. 🙂 Im Ziel stand dann tatsächlich meine 70 Jahre alte, völlig erfrorene Mama und nahm mich in Empfang. Ich dachte eigentlich nicht, dass sie kommen würde. Und sie war ganz furchtbar stolz auf mich (mehr als ich!).

Mein Fazit zu meinem ersten Halbmarathon

Ich bin aufgrund der Zeit nicht unbedingt glücklich, weil es anfangs wirklich gut aussah. Aber es steht keine 31 hinter den zwei Stunden. Aufgrund der Umstände und der schlechten und übermüdeten Form, mit der ich leider starten musste, bin ich verdammt zufrieden, dass ich mich so durchgebissen habe!! Es geht mir gut heute, besonders muskulär (habe mich also richtig eingeschätzt und mir nicht zu viel abverlangt, trotz Schmerzen, das freut mich, dass ich meinen Körper wohl inzwischen doch ganz gut verstehe).

Die Organisation und der Ablauf der Veranstaltung waren spitze, erfrischende Moderation, Verpflegung top, freiwillige Motivatoren (vor allem Schüler) überall einfach fantastisch, ein Lob an die Blaskapelle, die bis zum Einlauf des letzten Läufers durchgehend gespielt hat! Zwischen Kilometer 17 und 21 hatte ich erst überlegt, DIESEN Lauf nie wieder zu laufen, dann, das Laufen ganz an den Nagel zu hängen. Ha! Eine halbe Stunde nach dem Ende überlegte ich, wo ich den nächsten Halbmarathon laufen könnte und seit gestern Abend glaube ich, dass ich mich dem anspruchsvollen Nikolauslauf in Tübingen doch noch mindestens einmal stellen möchte. 🙂

Zeit, danke zu sagen

Danke, liebe adidas Running by Runtastic Laufgruppe, dass ihr mich die letzten 10 Wochen im Training begleitet habt und mir mit konstruktiver Kritik und Motivation immer zur Seite standet!!! Danke, Nina-Carissima Schönrock für deinen Blog “ichmachdannmalsport“ und gute Ideen. Dank an Roman Müller, Tassilo Turner und Aris Dimou für eure “fachliche“ Beratung, Unterstützung und Motivation, Sonja Donaubauer und Viktoria Hanser für eure Arschtritte, Sven, dass du mich angemeldet hast, Nina Chlon und Darija Badrov Brucher für eure Anerkennung und Wertschätzung. An Barbara Tasarz, dass wir das zusammen trainieren, erleben und durchstehen durften, an alle für euer Interesse an meinem Laiensport, Dvora El Guidj für einfach ALLES. Und last but not least an meine Mama, für ihr Interesse, neue Laufschuhe und Outfits und den Glauben an mich, obwohl sie kaum Ahnung vom Laufen HATTE!!! ❤❤❤

Ach ja, und auch an mich selbst, den übergewichtigen Teenager, der seelisch immer noch in mir schlummert, jetzt aber keine Macht mehr über mich hat!!!“


Danke Maja, für deinen Bericht und dafür, dass du so eine unglaubliche Motivation, Bereicherung und so ein tolles Vorbild für so viele andere wie uns bist!

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