Die Atemtechnik von Wim Hof: Eine Säule der Wim-Hof-Methode

Atmen, Atmung, Frau atmet, Achtsamkeit, Atemtechnik von Wim Hof, Wim-Hof-Methode Die Atemtechnik von Wim Hof stellt eine der drei Säulen der Wim-Hof-Methode dar. ©www.freepik.com

Der erste Schritt der Wim-Hof-Methode: das Atmen

Wir alle wissen, dass sich unsere Atmung auf unseren Körper auswirken kann. Atmen wir flach und hektisch, fühlen wir uns dabei deutlich beklemmter und unwohler. Atmen wir frei heraus tief in den Bauch ein und aus, sieht die Welt gleich ganz anders aus. Jeder von euch, der schon mal Yoga oder Meditationsübungen gemacht hat, weiß um die Wirkung von Atmung. Atmen bringt uns nicht nur Ruhe und Entspannung, sondern ist auch für jede Menge biologische Prozesse in unserem Körper verantwortlich. Wäre auch seltsam wenn nicht, schließlich atmen wir ja nicht zum Spaß, sondern weil es für uns überlebensnotwendig ist. Darauf beruft sich auf die Wim-Hof-Methode, als dessen Teil sich eine extra entwickelte Atemtechnik von Wim Hof wiederfindet.

Diese Atemtechnik lässt sich recht leicht umsetzen: Sehr schnell und sehr tief durch die Nase in den Bauch einatmen; ganz ausatmen; Luft anhalten (bzw. einfach nicht wieder einatmen) bis es nicht mehr geht; und wieder von vorn. Nachdem ich diese Übung einige Male wiederholt habe, weiß ich, warum man sie am besten liegend auf dem Boden oder dem Sofa machen sollte und nicht während des Autofahrens. Durch die die Hyperventilation wird mir schwindelig – und das ist sogar gewünscht.

„Wer das rund dreißig Mal wiederholt, befreit seinen Körper zu Großteilen von Kohlendioxid. Plötzlich spürt man keinen Impuls mehr, atmen zu wollen. Mehrere Minuten lang die Luft anzuhalten, ist nun kein Problem“, sagt Wim Hof in einem Interview mit „Zeit Online“. Heißt, dass ein großer Schwung Sauerstoff von unserem Körper aufgenommen wird, mit dem wir erstmal zurechtkommen müssen. Heißt aber auch, dass wir danach mehr Adrenalin ausschütten als jemand, der gerade Bungeejumpen war.

Sauerstoff rein, Säure raus

Das Ziel von Wim Hofs Atemtechnik ist es, den Körper „basisch“ zu machen. Sauerstoff rein in den Körper, Säure raus aus dem Körper. Das ist kein bahnbrechend neuer Ansatz, zumindest nicht für die Wissenschaft: Unsere Atmung spielt eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung des pH-Werts im Blut. Übersäuert unser Blut, beispielsweise durch bestimmte Krankheiten, häufen sich sogenannte saure Valenzen im Blut an.

Unser Körper reagiert darauf sofort mit einer Verstärkung der Atmung, was wir oftmals als Hyperventilation wahrnehmen. Dieses Hyperventilieren sorgt dafür, dass CO2-Moleküle im Blut abgeatmet werden, wodurch unser Blut recht schnell wieder „basischer“ wird. Der Körper ist nämlich stets darauf bedacht, seinen pH-Haushalt im Griff zu haben und pH-Werte fern der Norm sofort auszugleichen. Atmen wir nun nach der Atemtechnik von Wim Hof, sorgen wir also tatsächlich dafür, dass unser Blut basischer wird.

Was uns das bringen soll? Das ist eine gute Frage. In dem Moment, in dem wir unseren Körper entsäuern, funktioniert er besser. Er entgiftet und schenkt uns dadurch neue Energie für den Tag. Angeblich sind wir nach dieser Atemübung klar im Kopf, aufmerksam und für alle geistigen Aufgaben gewappnet. Ob das auch auf meine Erfahrung mit der Wim-Hof-Methode zutrifft, erfahrt ihr, wenn wir zum Teil „Selbstversuch“ kommen. Zunächst möchte ich euch aber die zweite Säule der Methode vorstellen, nämlich die Macht der Kälte.

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