Emotionales Essen adé: Wie Intution mein Essverhalten verändert hat

Emotionales Essen, Erfahrungsbericht Emotionales Essen hat mein Leben dominiert. Damit ist jetzt Schluss und es fühlt sich großartig an! ©Nina-Carissima Schönrock / ichmachdannmalsport.de

“Was ist denn dein Problem? Du siehst doch super aus!” – Habt ihr das auch schon mal gehört? Dann wisst ihr ja, dass diese Meinung anderer nicht unbedingt mit dem übereinstimmt, was ihr selbst von euch denkt. Ich bin da keine Ausnahme. Wie ich mich fühle hat oftmals wenig damit zu tun, was andere Leute über mich denken. Umso schwieriger ist es für mich, diesen Erfahrungsbericht zu schreiben. Ich wäge noch ab, wie tief ich euch in mein Innersten blicken lassen kann, ohne dass es mir zu persönlich wird. Aber um was geht’s überhaupt? Ich habe ich einen Coaching-Tag bei meiner Ernährungsexpertin Birgit Engert gebucht, weil ich gern ohne ominöse Diäten oder Hungern abnehmen möchte. Tschüss, emotionales Essen! Was ich beim “OH HAPPY DAY together” erlebt habe und wie sich durch diesen fünfstündigen Termin mein Leben verändert hat, möchte ich euch nicht vorenthalten.

Als ich mit diesem Blog begonnen habe, wurde ich nicht müde zu betonen, dass es mir hier nicht darum geht, dass wir alle durchtrainiert und schlank sein sollen. Meine Aufgabe war und ist es, mich selbst und euch zu mehr Bewegung im Alltag zu motivieren. Mit Diäten wollte ich euch nie behelligen, weil ich selbst nichts davon halte. Darüber habe ich auch im Interview mit dem Podcast “Happy Talk” ausführlich gesprochen, falls ihr da mal reinhören wollt.

Emotionales Essen beeinflusst unser ganzes Leben

Ich wurde von meinen Jugendjahren an mit Diäten konfrontiert und hatte lange Zeit damit zu kämpfen, nicht wirklich richtig schlank zu sein. Ich habe nie “dem Ideal” entsprochen, das sich offenbar mal irgendjemand ausgedacht hat und seitdem die ganze Welt mit Größe XS tyrannisiert und verunsichert. Als Teenager habe ich sehr darunter gelitten, als junge Erwachsene musste ich berufsbedingt wieder mit dem Thema kämpfen. Und dann, dann war es mir plötzlich egal.

Ich ernähre mich ausgewogen und gesund, werde überflüssige Pfunde aber dennoch nur schwer los. Obwohl ich Sport treibe und sehr darauf achte, was ich esse, wie viel und wie oft. Ich mache mir viele Gedanken über Essen. Zu viele. Was esse ich als nächstes? Habe ich überhaupt genug im Kühlschrank? Was esse ich im Restaurant? Sollte ich nicht lieber mal wieder meine Ernährung umstellen? Welches Essen passt am besten zu meinem Trainingsplan? Was kann ich überhaupt noch essen, wenn ich derzeit eigentlich gar keinen Sport mache? Habe ich zu wenig gegessen? Habe ich zu viel gegessen? Warum kriege ich das mit dem Abnehmen eigentlich nicht auf die Kette? Fragen über Fragen. Doch eine Frage fehlt meistens: Habe ich Hunger?

Habe ich (noch) Hunger?

Genau diese Frage ist aber eine der wichtigsten überhaupt. Das sagt auch HAPPY’N’ESS- Gründerin Birgit Engert, die sich zur Aufgabe gemacht hat, Frauen wieder zu einem echten “Wow!” beim Blick in den Spiegel zu verhelfen. Die Frage nach dem Hunger stellen wir uns heutzutage nämlich meist falsch. Wir essen, wenn wir denken, dass wir hungrig sind, wenn es die richtige Uhrzeit fürs Essen ist, wenn wir in Gesellschaft zum Essen verleitet werden oder wenn wir mit Essen schlichtweg etwas anderes kompensieren möchten. Aber in den seltensten Fällen essen wir wirklich nur dann, wenn wir Hunger haben.

Sowohl das erlernte Essen (“Um 12 Uhr gibt’s Mittag”, “Der Teller wird leer gegessen”, “Lebensmittel wirft man nicht weg”) als auch das emotionale Essen (“Ich brauche jetzt ein Stück Schokolade”, “Jemand hat sich so viel Mühe gemacht, dann esse ich das auch”, “Jetzt ist eh schon alles egal”) haben einen größeren Einfluss auf unser Leben als wir denken. Nicht nur auf unser Gewicht, sondern auch unser Wohlbefinden und letztlich unsere Zufriedenheit. Birgit vertritt deshalb die Meinung, dass wir uns von unserem antrainierten Verhalten frei machen können: Unser Bauchgefühl kann uns den Weg zu einem natürlichen, intuitiven Essverhalten weisen. So dass wir wirklich nur noch dann essen, wenn wir tatsächlich Hunger haben – und auch nur so viel, wie es braucht, um den Hunger zu stillen.

Der eigene Ernährungstyp erklärt bereits einiges

An dieser Stelle des Coaching-Tages überkam mich das schlechte Gewissen, denn: Ich esse zwar meist nicht viel auf einmal, dafür aber gefühlt alle zwei Stunden. Das kann ja nicht richtig sein, dachte ich mir! Falsch, sagt Birgit. Alles eine Frage des Ernährungstyps. Wer wissen will, warum Low-Carb-Diäten bei ihm all die Jahre völlig erfolglos verliefen, findet nun endlich eine Antwort auf diese Frage. So auch ich. Dabei war ich, wie die anderen Teilnehmerinnen des Seminars, erst etwas skeptisch. Mein Ernährungstyp sollte nämlich mit kinesiologischen Methoden ermittelt werden. Aufregend.

Als Birgit damit begonnen hatte, sich mit dem Thema Kinesiologie zu beschäftigen, hielt sie das Ganze selbst für Hokuspokus. “Ich dachte, wenn ich diese Fortbildung besuche, wird dort der Vorhang gelüftet. Wie bei einem Zauberer: Endlich darf man hinter die Kulissen blicken und erfährt, wie die Zaubertricks funktionieren. Während des Seminars habe ich allerdings feststellen müssen: Es gibt keine Tricks, das ist alles echt”, verrät Birgit, als sie unsere ungläubigen Blicke sieht. Einige Übungen später hegte niemand von uns mehr Zweifel an Brigits Methoden.

Ich weiß nun: Ich bin Ernährungstyp Gamma. Das empfinde ich als einen persönlichen Segen. Denn der Gamma-Typ zeichnet sich durch eine gute Verarbeitung von Kohlenhydraten aus. Yes!!! Fette und Proteine werden von mir nicht so gut verarbeitet, sollten aber dennoch einen Platz in meiner täglichen Ernährung finden. Mit bis zu fünf Mahlzeiten pro Tag bringe ich als Typ Gamma meinen Stoffwechsel auf Hochtouren. Das erklärt einiges. Deshalb habe ich so oft am Tag Hunger! Deshalb scheiterten bei mir alle Versuche, mit dem Verzicht auf Kohlenhydrate abzunehmen. Bisher alles falsch gemacht.

Mit neuen Glaubenssätzen in ein Leben ohne emotionales Essen

Zu diesem Zeitpunkt des Coaching-Tages hatten wir eine Meditation hinter uns gebracht, wichtige Dinge über emotionales Essen und erlerntes Fehlverhalten erfahren und herausgefunden, welcher Ernährungstyp wir jeweils sind. Was dann folgte war eine kleine Gedankenreise in unser Inneres, aus dem heraus wir mit dem spannendsten Teil des Coachings beginnen konnten: Der Konfrontation mit uns selbst, unseren Selbstzweifeln und tiefsitzenden Ängsten in unserem Unterbewusstsein. Faszinierend, auf was man alles kommt, wenn man sich mal Gedanken über seine Ernährung macht, oder? Der Grund dafür ist leichter zu schreiben als zu akzeptieren: Essen ist ein Ventil für schier unglaublich viele Dinge in unserem Leben.

Die darauffolgenden zwei Coachingstunden kann ich euch gar nicht so recht in Worte fassen. Was da passierte, war sehr viel und sehr persönlich. Es hatte zur Folge, dass meine Mitteilnehmerinnen und ich nicht mehr zweifeld, uns selbst kritisierend, müde und demotiviert in unseren Stühlen kauerten. Stattdessen saßen wir am Ende des Tages strahlend, lachend, glücklich, frei und von neuem Tatendrang durchströmt vor Birgit und waren völlig fasziniert vom Ergebnis. Bewaffnet mit neu erarbeiteten und auf uns zugeschnittenen Glaubenssätzen, die uns ab sofort durch unser Leben tragen werden. In vier Wochen treffen wir uns mit Birgit zu Einzel-Dates wieder und schauen, wie sich unser aller Alltag durch dieses intensive Coaching verändert hat.

Wie ging es mir vor dem Coaching-Tag?

Vor meinem Coaching-Tag bei Birgit war ich jemand, der mit sich selbst im Großen und Ganzen zwar zufrieden war. Mit der Zeit habe ich mich aber an einigen Kilos zuviel gestört, die ich persönlich als Übergewicht meinerseits empfinde. Von meinem Wohlfühlgewicht bin ich seit der Geburt meines zweiten Kindes noch immer rund neun Kilo entfernt, was mich tatsächlich etwas stresst. Das mag daran liegen, dass ich von meinem Gewicht derzeit einfach viel zu viele Dinge abhängig mache.

Einige berufliche Projekte, an denen ich arbeite, hängen meiner Meinung nach mitunter davon ab, was für eine Figur ich abgebe – im wörtlichen Sinne. Diese Meinung hat meine jahrelange Erfahrung in der Medienbranche geformt, in der Humor, Charakter, Talent und gelerntes Handwerk leider nicht immer oberste Priorität haben. Da sämtliche Low-/No-Carb-Diäten und mir empfohlene eiweißreichen Ernährungsweisen leider rein gar nichts an meiner Situation geändert haben, hatte ich das Thema Gewichtsverlust quasi abgeschrieben. Erfahrungsgemäß verliere ich Gewicht ausschließlich mit Sport, doch selbst das funktionierte nicht mehr zuverlässig. Gefangen in diesem (recht unnötigen) Dilemma, traf ich Birgit Engert.

Welche direkten Veränderungen habe ich durch das Coaching erlebt?

Das Coaching liegt bei mir nun eine Woche zurück. Eine recht faszinierende Woche, wenn ich ehrlich bin. Ich habe mir in dieser Woche die durchweg positiven Glaubenssätze, die wir uns erarbeitet haben, verinnerlicht. Außerdem habe ich mir jeden Tag etwas Zeit für mein neues Morgenritual und einen 3-Minuten-Scan meines inneren Ichs. Meine Laune war in dieser Woche deutlich besser als in den Monaten zuvor. Soweit, so mental.

Was ich auch gemacht habe, ist, dass ich rein intuitiv gegessen habe. Das heißt, dass ich wirklich nur dann gegessen habe, wenn ich Hunger hatte – und nur so viel, bis ich satt war. Satt, nicht übersättigt, nicht noch fast hungrig, einfach satt. Angenehm gesättigt. (Wo sich das Gefühl der angenehmen Sättigung auf einer Skala von 1 bis 10 befindet, hatten wir beim gemeinsamen Mittagessens während des Coachings individuell definiert.)

Der Unterschied zu meinem sonstigen Essverhalten war deutlich zu spüren: Ich habe auf nichts mehr verzichtet, mir nichts mehr verboten, sondern in mich hineingehorcht, was mein Körper überhaupt braucht. Das heißt nicht, dass ich nur noch Schokolade gegessen habe. Wäre ja auch Quatsch. Wenn ich nur noch esse, wenn ich Hunger habe, dann esse ich ja keine Schokolade gegen den Hunger. Vielmehr habe ich wieder Brot zum Salat gegessen, nach Jahren mal wieder eine Lasagne gemacht und einfach darauf geachtet, keine allzu fettigen Lebensmittel zu mir zu nehmen.

Viele Dinge, die ich bisher gegessen oder getrunken habe, weil ich dachte, ich würde sie mögen oder sie würden einfach zu meinem Leben dazugehören, stehen nun trotzdem nicht mehr auf dem Speiseplan. Warum? Weil ich sie eigentlich gar nicht mag oder vertrage. Kaffee zum Beispiel. Ich habe sonst bis zu acht Tassen am Tag getrunken, weil ich der Meinung war, ich liebe Kaffee. Jetzt, da ich genau beobachte, wie ich auf Lebensmittel reagiere, ob ich sie wirklich mag, sie mir schmecken, ob ich sie überhaupt gut vertrage, habe ich bemerkt: Kaffee schlägt mir auf den Magen und sorgt dafür, dass ich vermehrt schwitze. Den Geschmack mag ich immer noch, aber mir fehlt auch nichts, wenn ich den Kaffee einfach mal einen Tag weglasse. Für mich Suchtie eine völlig verrückte Erfahrung.

Wie fühle ich mich jetzt?

Erleichtert. Befreit. Das klingt total esoterisch, ich weiß. Aber ich versuche trotzdem mal, Worte dafür zu finden: Meine Gedanken haben wieder Raum, sich zu entfalten. Ich habe gute Laune und lasse mich nicht mehr so schnell aus der Fassung bringe. Pläne, die ich monate-, sogar jahrelang in der Schublade verstaut hatte mangels Selbstbewusstsein habe ich wieder rausgeholt und bin in die Umsetzung gestartet. Und körperlich?

Körperlich geht’s mir fein. Ich beurteilte mich nicht mehr jedes Mal, wenn ich in den Spiegel schaue. Außerdem sorgt mein neues Essverhalten dafür, dass ich keinen Blähbauch mehr habe nach dem Essen und … ach ja, ich habe ein Kilo an Gewicht verloren. Wie ich mich jetzt also fühle? Gut. Sehr gut sogar. Dank Birgit höre ich wieder auf mich selbst und in mich hinein. Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass man das tut, ist es aber nicht. Unsere Erziehung und jeder einzelne Mensch, den wir bislang in unserem Leben getroffen haben, haben einen Einfluss auf uns und unser Verhalten. Das gilt es nun auszublenden und sich auf den Menschen zu konzentrieren, der wirklich weiß, was gut für uns ist: uns selbst.

Das ist ein langer Prozess, dessen bin ich mir bewusst. Doch die Weichen sind gestellt und der Zug hat sich in Bewegung gesetzt. Ich bin sehr gespannt auf die langfristige Wirkung und die damit verbundenen Veränderungen in meinem Leben. Wie es mir geht, wenn die ersten vier Wochen nach dem Coaching verstrichen sind, lasse ich euch zu gegebener Zeit natürlich wissen.

 


Du hast Lust bekommen, dich mehr über Birgits Coachings zu informieren? Das kannst du hier auf ihrer Website gern tun. Ob Onlinekurs, Einzel-Coaching oder Gruppen-Coaching, für jeden Geschmack ist bei HAPPY’N’ESS was dabei. Birgit hat übrigens noch deutlich mehr im Angebot, zum Beispiel das Mindful Lunch. Alle Infos und aktuelle Termine findest du auf ihrer Facebook-Seite.

Vielen Dank an Birgit Engert, dass ich das Coaching-Angebot “OH HAPPY DAY together” testen durfte! Bei diesem „Ausprobiert“ handelt es sich um eine Kooperation. Mehr Infos dazu, wann und warum ein Produkt oder eine Dienstleistung getestet wird, gibt’s im Blogbeitrag zum Thema Transparenz.

Erster Kommentar: Emotionales Essen adé: Wie meine Intuition mein Essverhalten verändert hat

  1. Rosanna sagt:

    Hi Nina, vielen Dank für den tollen Beitrag!

    Bei mir liegt das Coaching bei Birgit nun schon ein paar Wochen weiter zurück und ich habe die Veränderung absolut genauso wie du sie beschrieben hast erlebt.

    Es ist einfach unglaublich!

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