Man kann sich ja noch so lange Gedanken darüber machen, wie der Körper nach ein paar Wochen Training und Ernährungsumstellung aussehen soll. Doch das Ergebnis lässt sich nur auf einem Weg kontrollieren: Schwarz auf weiß. Nichts ist so ehrlich wie ein Vorher-Nachher-Foto und die dazugehörige Tabelle mit Maßen und Gewichtsangaben. Also musste ich mich wiegen und messen und fotografieren – und würde behaupten: Jetzt kann es nicht nur losgehen mit dem Sport, jetzt MUSS es angesichts der Ergebnisse sogar.

Wiegen kann die Motivation killen

Angesichts dessen, dass man durch das Training Muskelmasse aufbaut, war ich noch nie eine Freundin des reinen Auf-die-Waage-stehens. Warum? Weil es einen mental im Frust gefangen nimmt, wenn man trotz Sport nicht abnimmt. Dabei ist die Erklärung ganz einfach: Mache ich Sport, baue ich Muskeln auf. Muskeln wiegen. Mehr als Fett. Zack, fertig, Fake News auf der heimischen Badwaage.

Das bin übrigens ich. Mal so in ganz. Vorher. ©dasfotostudio.de

Das bin übrigens ich. Mal so in ganz. Vorher. ©dasfotostudio.de

Wenn ich über Wochen nämlich eher Gewicht zu- als abnehme, setze ich mich deprimiert mit einem Eimer Pudding auf die Couch und netflixe. In dem Moment ist es mir nämlich egal, ob ich das Gewicht durch zu viel Essen zugenommen habe oder ob sich Fett in Muskeln verwandelt hat. Mir dieser Trotzreaktion bin ich vermutlich nicht allein (zumindest hoffe ich das! Sonst lebt die Puddingindustrie wirklich nur von mir?!).

Aus diesem Grund messe ich zusätzlich immer. Immer? Ja. Ihr glaubt doch nicht etwa, dass dies hier mein erster Versuch ist, meine Körperoberfläche um ein paar Quadratzentimeter zu verringern. Wobei meine Konzentration diesmal mehr darauf liegt, langfristig sportlich und gut konditioniert zu werden. Das war bislang nie mein Anspruch – jetzt schon. Der Gewichtsverlust sollte diesmal also durch ein Gesundheits-Upgrade meines Lebens passieren und nicht aufgrund eines Diätwahns.

„Ohne Sport geht’s nicht“, sagt mein Mann

Bisher dachte ich mir immer nur: So ein bis fünfzehn Kilo weniger, das wäre doch was. Ich habe Punkte gezählt, Kalorien gezählt, auf Kohlenhydrate verzichtet, Shakes getrunken, nach Büchern und Ernährungsplänen gelebt, Vitamine geschluckt, gefastet, geglyxt und Kohlsuppe getrunken. Aufgrund mangelnder Disziplin waren die dadurch erzielten Ergebnisse aber meist nur von kurzer Freudendauer. „Ohne Sport geht’s nun mal nicht“, sagt mein Mann immer. Tausende Menschen werden ihm widersprechen. Tausende werden ihm zustimmen.

Eine klare magische Formel für Größe 36 gibt es einfach nicht. Schon gar nicht, wenn Veranlagung und Hormonhaushalt eine recht dominante Rollen spielen bei der Körperstatur. Das hat mir meine Frauenärztin mal mit auf den Weg gegeben. Die mit ihren 45 Jahren straight Kleidergröße 36 trägt und sich damit auch ganz wohl fühlt. Es sei ihr von Herzen gegönnt. Meine Oberschenkel kichern darüber ein wenig. Sie sollten sich schämen.

Mein BMI hasst mich – ich ihn auch

Ich lege das Maßband an und halte fest: Brustumfang 100cm, Taillenumfang 89cm, Hüftumfang 110cm. Oberschenkel links: 65cm. Oberschenkel rechts: 65cm. Wow. Das schmerzt. Das war selbst ein paar Monate nach der Geburt meines Kindes schon mal weniger. Zeit wird’s, dass sich was ändert. Diesmal wirklich. Langfristig. Anhaltend. Diszipliniert. Motiviert. Wenngleich ich lieber messe als mich zu wiegen, stelle ich mich auch noch auf die Waage: 80,0 Kilo. Bei einer Körpergröße von 1,72 Metern. Das entspricht einem BMI (Body Mass Index) von 27.0 und bedeutet: Übergewicht. 

Mein Grundumsatz pro Tag beträgt laut Stoffwechselanalyse 1.628 kcal. Möchte ich normalgewichtig sein, muss ich mein Gewicht verringern auf 56kg bis 72kg. Untergewichtig wäre ich bei meiner Größe erst, wenn ich unter die 56kg rutschte, was mich ein wenig schockiert, weil ich Menschen kenne, die 56kg wiegen, deutlich kleiner sind als ich und bereits wahnsinnig zierlich. Immer im Hinterkopf, dass Muskeln wirklich schwer sind. Ein guter BMI läge für mich bei 22.6 – das entspräche bei mir einem Gewicht von 67kg. Das klingt doch mal nach einem guten und verdammt ambitionierten Ziel.

Wenn ich 378 kcal weniger zu mir nehme als bisher und mich einigermaßen ans „10.000 Schritte pro Tag“-Motto halte, könnte ich in rund 36 Wochen mein Ziel erreicht haben. Das zumindest behauptet die App meines Fitnesstrackers. Sporteinheiten und richtige Trainings sind da noch nicht mit eingerechnet. Aber genau die will ich ja fest in meinen Alltag integrieren! Von daher bin ich schwer gespannt, wie der Zwischenstand in 36 Wochen ist. Vergleichstermin der Messdaten wäre ab heute gerechnet übrigens der 24. Dezember 2018. Wenn Fitness und der passende Körper dazu mal kein schönes Weihnachtsgeschenk wären.

Ich, Nina, Jahrgang 1986 und Gründerin des Blogs „Ich mach dann mal Sport“, bin Zeit meines Lebens verliebt in Wort und Schrift. Jetzt nehme ich euch mit auf meine Suche nach Motivation und meinen Weg zu mehr Fitness.

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