Abnehmen ohne Diät: So geht es mir 6 Wochen nach dem Coaching

Abnehmen ohne Diät, Nina-Carissima Schönrock Ich dachte, Abnehmen ohne Diät wäre ein Mythos. Aber soll ich euch was sagen? Ich zelebriere das aktuell sehr erfolgreich. ©Nina-Carissima Schönrock / ichmachdannmalsport.de

Vor sechs Woche durfte ich einen Coachingtag bei Birgit Engert miterleben. Birgits Spezialgebiet ist das Abnehmen durch Selbstfindung, also Abnehmen ohne Diät. Klingt nach einem Traum, oder? Das dachte ich mir auch und wollte deshalb unbedingt an einem ihrer Coachings teilnehmen. Aus meinem „Oh happy day“ wurde weit mehr als nur ein glücklicher, zufriedener, schöner Tag. Ein Erfahrungsbericht.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen will abnehmen. Das ist ein trauriger Fakt, den eine aktuelle Studie der Verbrauchs- und Medienanalyse bestätigt. In der Umfrage in Deutschland zum Wunsch nach Gewichtsabnahme bis 2019 gaben rund 60 Prozent der Befragten an, ihr Gewicht reduzieren zu wollen. Außerdem sollen 2,99 Millionen Deutsche im Jahr 2018 zu Schlankheitsmitteln gegriffen haben.

Ich stelle da keine Ausnahme dar. Auch ich habe meine Mahlzeiten zeitweise durch irgendwelche Shakes und Riegel ersetzt. Stets in der Hoffnung, eines Tages genau die Figur zu haben, die es braucht, um als Moderatorin vor der Kamera arbeiten zu können. Ja, das habe ich früher mal gemacht. Verrückt, oder? Und stets hieß es: „Du bist gut! Aber zu viel.“ Vor zehn Jahren war ich deutlich schlanker als jetzt und hatte dennoch schwer mit Absagen zu kämpfen, die ich aufgrund meines Gewichts und meiner Figur erhielt. Doch genug von den Oberflächlichkeiten der Medienbranche. Wird hier ja kein Mämämämäheulheulheul.

Emotionales Essen ruiniert unser natürliches Essverhalten

Davon habe ich „zu viel“ und letztlich genug. Als ich in einem Interview mit Birgit auf das Thema kam, fragte sie mich, wie viele Diäten ich schon gemacht hätte in meinem Leben. Ich hatte nicht mitgezählt, aber es waren viele. Der Erfolg dieser „Wunderkuren“ blieb stets aus und dank Birgit weiß ich nun auch, warum.

Ihr dachtet, der innere Schweinehund wäre ein fieses Miststück? Dann solltet ihr euch mal mit emotionalem Essen beschäftigen. Moment, das tut ihr vermutlich. Und zwar jeden einzelnen Tag eures Lebens. Dass ihr euch dessen gar nicht bewusst seid, macht übrigens den Reiz an der Sache aus. Wüssten wir, dass unser Essverhalten durch unser Unterbewusstsein, durch unsere Gefühle und durch im Kopf verankerte Muster gesteuert wird, könnten wir ja was dagegen tun. So gesehen wäre es doch super, wenn es jemanden gäbe, der uns die Augen öffnet?

Abnehmen ohne Diät: Die Macht unserer Intuition

Dieser Jemand ist in meinem Fall Birgit Engert. Für alle, die sie noch nicht kennen: Birgit ist Coach für Ernährung, Bewegung und Mentales und bietet den „Oh happy day“ an, einen Coachingtag für Menschen, die schon länger Probleme damit haben, Gewicht zu verlieren. Vor sechs Wochen habe ich ein solches Coaching bei Birgit besucht. Wie meine Konfrontation mit emotionalem Essen lief, habe ich euch ja bereits erzählt.

An dieser Stelle möchte ich euch gern davon berichten, wie es mir in den vergangenen sechs Wochen ergangen ist und inwiefern (und ob überhaupt) sich mein Leben seitdem verändert hat. Wie gesagt, ich möchte in diesem Beitrag nicht mehr explizit auf die Inhalte des Coachings eingehen. Das habe ich an anderer Stelle bereits ausführlich getan. Nun geht es wirklich darum, was bei mir seit dem Coachingtag passiert ist. Birgit bat mich übrigens darum, mich bis zu unserem Nachgespräch nicht mehr auf die Waage zu stellen. Daran habe ich mich bis heute gehalten. Heute früh habe ich mich dann doch gewogen, dazu aber später mehr.

Die ersten Tage nach dem Coaching: Eine spannende Erfahrung

Rückblick. Nach sieben Stunden Coaching verließ ich Birgits Räumlichkeiten und war beflügelt. An diesem Tag hätte man mir vermutlich sogar meinen Job kündigen können, es wäre mir egal gewesen. Purer Optimismus durchströmte jede Faser meines Körpers. Ich war der festen Überzeugung, dass ab sofort alles gut wird. Gut ist. All meine Zweifel, meine Ängste, das ganze schlechte Gewissen gegenüber mir selbst, meiner Familie und manch anderen Leuten waren wie in Luft aufgelöst.

Ich war enthusiastisch und musste (und das ist kein Spaß) den gesamten Tag vor mich hingrinsen. Die Welt war gut. Und das ganz ohne bewusstseinsverändernde Substanzen oder Gehirnwäsche. Ich hatte das Gefühl, dass all die Blockaden, die mich bislang von so vielen Entscheidungen abgehalten hatten, beseitigt worden waren. Es war ein unglaublich befreiendes Gefühl, das tatsächlich bis weit über den Coachingtag hinaus andauern sollte.

So geht es mir heute

Ich habe ein Grundvertauen entwickelt oder vermutlich viel eher wiederentdeckt. Ein Grundvertrauen in mich, mein Können, meine Wünsche, meine Pläne, meine Ziele. Aber auch ein Grundvertrauen darin, dass alles kommt, wie es kommen muss. Die Spirituellen unter euch würden vermutlich sagen, dass ich das verdammte Univerum seinen Job machen lasse. Anstatt ständig darüber nachzudenken, ob ich meinen eigenen Zielen überhaupt gerecht werden kann und ob meine angestrebten Entscheidung wirklich die richtigen sein werden, bin ich nun davon überzeugt, dass es passt.

Dieser neuen Einstellung sei Dank, frei von Ängsten und unnötigen Zweifeln, habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren einen klaren Blick auf die Dinge. Ich habe nicht mehr nur Träume, sondern konkrete Pläne, diese Träume in die Tat umzusetzen. Es ist so unfassbar befreiend, sich selbst nicht ständig Vorwürfe zu machen, seinen eigenen Werdegang zu hinterfragen oder sich vor der Zukunft zu fürchten! Oh Gott, das klingt tatsächlich ein bisschen, als hätte mich eine Sekte rekrutiert. Stattdessen wurde ich, sonst ein recht rationaler Mensch, zum Umdenken bewegt. Und das innerhalb nur eines Tages.

Und wann bitte geht’s ums Essen? Wir wollten doch Abnehmen!

Merkt ihr was? Ich habe bis hier hin noch kein einziges Mal übers Essen gesprochen. Das wundert mich selbst am meisten, denn eigentlich hatte ich Birgits Coaching ja besucht, weil ich mich am Abnehmen ohne Diät versuchen wollte. Natürlich war dies das ursprüngliche Thema, löste sich aber im Laufe des Tages ein wenig auf. Grund dafür ist, dass Essen für uns meist ein emotionales Ventil für alles mögliche in unserem Leben ist. Haben wir das erstmal erkannt, können wir mit einigen einfachen Kniffen lernen, wie wir das Ganze in den Griff bekommen: Nämlich indem wir auf unsere Intuition hören.

Intuitives Essen können wir an Kindern ganz wunderbar beobachten. Die Kleinen essen nur dann, wenn sie Hunger haben. Egal, ob gerade die ganze Familie am Tisch sitzt oder sie auf dem Spielplatz sind. Und: Kinder hören (zumindest in den allermeisten Fällen) mit dem Essen auf, wenn sie satt sind. Nicht erst dann, wenn sie gefühlt platzen oder ihnen schlecht wird vom vielen Essen. Das passiert vielleicht mal in Ausnahmefällen, wenn es den Minis besonders gut schmeckt, ist aber nicht der Normalzustand. Außerdem haben Kinder meist eine recht konkrete Vorstellung davon, was sie essen möchten und was nicht.

Meine Tochter beispielsweise hat an einem Tag Heißhunger auf Schokolade, bittet mich am nächsten Tag aber um eine Karotte als Nachmittagssnack und eine Kartoffelsuppe zum Abendessen. Seit ich ihr nicht mehr einrede, wann sie essen muss und was, geht es ihr deutlich besser und mir auch. Selbst der Kinderarzt ist froh, dass meine sonst immer leicht rundliche Maus nun den perfekten BMI für ihre Größe aufweist. Ganz ohne Diät, Streit oder Hilfe von außen. Was also hat mich bisher davon abgehalten, es meiner Tochter einfach gleich zu tun?

Es gilt erlernte Muster zu durchbrechen

Seit sechs Wochen esse auch ich nur noch dann, wenn ich Hunger habe, und höre auf, wenn ich satt nicht. Habe ich zwei Stunden später wieder Hunger, esse ich eben zwei Stunden später wieder etwas. Ich „bunkere“ jedoch kein Essen mehr in meinem Magen, weil ich denke, ich müsse jetzt lange satt bleiben. Wer sagt mir sowas denn? Genug Leute, und ich mir auch selbst.

Etwa meine Eltern früher, wenn wir auf Reisen waren und sie nicht zwischen Frühstück und Mittagessen noch mal irgendwo einen Supermarkt suchen wollten. Nur weil Madame Nina in der Früh noch keinen ausreichenden Appetit hatte und man deshalb außerdem der gebuchten Hotelverpflegung noch mal Geld ausgeben musste. Ich verstehe meine Eltern, mir geht’s im Urlaub mit meinen Kids ja ähnlich.

Auch ich habe mich immer geärgert, wenn die Kleine nur eine halbe Stunde nach dem Frühstück plötzlich Hunger hatte, weil sie eben nichts gegessen hatte, als Essen da war. Im Verhältnis dazu, wie problematisch sich solche Aussagen und erlernten Verhaltensweisen sich allerdings später auf das Leben als Erwachsener auswirken, ist so ein kleiner Zwischenstopp beim Bäcker absolut akzeptabel.

Abnehmen ohne Diät: Hat es denn nun geklappt?

Die Ungeduldigen unter euch kommen gleich auf ihre Kosten, versprochen. Ich möchte nur noch kurz erwähnen, was ich eigentlich esse seit Birgits Seminar. Achtung, ihr müsst jetzt stark sein: Alles. Ich esse, worauf ich Appetit habe. Besser gesagt, worauf mein Körper Appetit hat. Tatsächlich höre ich bei jedem Hungergefühl inzwischen erst kurz in mich hinein, was ich gerne essen würde und überlege dann, warum das so sein könnte. Bekomme ich, die gar keine Schokolade mag, nämlich Appetit auf Schokolade, fehlt meinen Körper vermutlich schlichtweg Energie. Diese kann ich ihm aber auch auf anderem Wege zukommen lassen, beispielsweise durch eine Scheibe Brot oder Reis.

Ich achte nicht mehr darauf, ob ich Kohlenhydrate esse oder nicht, seit ich weiß, dass ich als Ernährungstyp Gamma sogar Kohlenhydrate brauche, damit mein Stoffwechsel richtig funktioniert. Weil die Gammas mit Fetten allerdings nicht so gut zurecht komme, ist das inzwischen das Einzige, worauf ich ein Auge habe: Nicht zu viel Fett. Obst und Gemüse esse ich ohnehin ganz gern, geißele mich aber nicht, wenn es mal ausnahmsweise einen Tag ganz ohne diese gesunden Helferchen gibt. (Ja, auch das passiert mal.) Achja, und ich trinke kaum mehr Kaffee. Zwei Tassen in sechs Wochen anstatt wie sonst sechs Tassen in zwei Stunden. Warum? Weil ich einfach keine Lust auf Kaffee habe im Moment. Das war reine Routine. Tee schmeckt mir derzeit besser.

Was sagt die Waage denn nun dazu?

Und mein Gewicht? Das reduziert sich seit sechs Wochen kontinuierlich von ganz allein. Anfangs habe ich es an den Klamotten gemerkt, weil ich mich ja nicht wiegen sollte. Heute weiß ich: In diesen sechs Wochen (mit erkältungsbedingtem Heißhunger auf Lasagne und fast ohne Sport) habe ich 3,5 Kilo verloren. Es ist ein langsamer Prozess, dafür aber ein ganz natürlicher. Allein durch mein Bauchgefühl, frei von Diäten, Ernährungsvorschriften, Disziplin, Hunger, Leiden oder schlechtem Gewissen.

Mal schauen, wie es weitergeht. Ich für meinen Teil fühle mich aber nach wie vor beflügelt und selbstsicher. Meine Figur ist mir dahingehend egal geworden, als dass ich von meinem Gewicht nicht mehr abhängig mache, ob ich glücklich bin mit dem, was ich tue, oder nicht. Das ist übrigens auch der Grund dafür, weshalb ich in diesem Jahr wieder als Moderatorin vor der Kamera stehen werde. Dazu dann aber zu gegebenem Zeitpunkt mehr.

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