Yoga Challenge 2019: Yoga jeden verdammten Tag - mit Erfolg?

Yoga Challenge 2019 mit NIna Die Yoga Challenge 2019 ist für mich wirklich eine Challenge, die mich mehr fordert als ich dachte. ©Nina-Carissima Schönrock/ichmachdannmalsport.de

Seit mehr als zwei Wochen mache ich täglich Yoga. Grund dafür ist meine Yoga Challenge 2019. Was ich mir damit eingebrockt habe und wie mein Körper und mein Geist bislang reagieren, erfahrt ihr an dieser Stelle in meinem Halbzeitbericht.

Namaste, ihr Ungläubigen!

Yoga ist gesund! Yoga verändert dein Leben! Yoga macht dich krank! Zu Risiken und Nebenwirkungen frage deinen Yogalehrer oder den Chakren-Reiniger deines Vertrauens. Egal, mit wem ich spreche: Yoga scheint der Heilsbringer meiner Generation zu sein. Ehemalige Kolleginnen vom Radio und aus meiner Newsredaktion? Sind jetzt Yogalehrerinnen. Menschen, die ich sonst nur auf Events treffe? Sind jetzt Yogalehrer. Freundinnen von Freunden? Sind Yogalehrer. Eine meiner besten Freundinnen? Nach Chicago gezogen, Sinn im Leben gesucht, zack, Yogalehrerin.

Wer sich nicht selbst zum Yogi hat ausbilden lassen, frönt dennoch dieser philosophischen Bewegungslehre. Ob auf Festivals oder in überhitzten Räumen, ob in der Schwangerschaft oder im Urlaub: Yoga ist überall. Und das ist grundsätzlich auch erstmal gut so. Denn dass diese Sportart, Bewegungsart, Lebensart, Religion, wie auch immer man es nennen mag, durchaus Vorteile in Sachen Fitness und Gesundheit mit sich bringt, habe ich selbst in einem ausführlichen Ratgeber-Artikel zum Thema erörtert. Davon muss mich also niemand mehr überzeugen. Daran glaube ich bereits selbst. Irgendwie.

Warum dann aber die Yoga Challenge 2019?

Trotzdem habe ich mich jahrelang verweigert, selbst Yoga zu zelebrieren. Happenings wie die Yoga Challenge 2019 habe ich lange Zeit gemieden. Zum einen weil ich mich nicht zum Horst machen wollte, zum anderen weil ich mich diesem vermeintlichen Yogatrend wiedersetzen wollte. Nachdem nun aber selbst meine absolute Sportvertrauensperson und Mitsportfreundin Tina sich jeden Morgen in unterschiedlichste Tierposen reckt und streckt, gab ich auf.

Yoga Challenge 2019 mit Nina

Da war ich noch extrem motiviert, so ganz am Anfang. Inzwischen schaue ich wieder so. ©Nina-Carissima Schönrock/ichmachdannmalsport.de

Beziehungsweise: Fing ich nun auch damit an. Am Pfingsmontag starteten Tina und ich gemeinsam unsere Yoga Challenge 2019. Den Ablaufplan steuerte niemand Geringeres bei als Mady Morrison, die sich mittlerweile als Yoga-Ikone unserer Zeit / Generation / unseres Landes einen Namen gemacht hat. Die von ihr konzipierte Challenge nennt sich „Hey Summerbody! Fitness meets Yoga“ und stellt eine anspruchsvolle Mischung aus klassischen Asanas und fordernden HIIT-Einheiten dar. 28 Tage lang sollte ich nun also täglich die Sonne grüßen, den Bauchnabel zur Wirbelsäule ziehen und in den herabschauenden Hund gleiten.

Yoga. Jeden. Verdammten. Tag.

Gut, geplant, getan. Wenn man es mir lange genug schmackhaft macht, probiere ich ja einiges aus. Da kenn ich nichts. Also auch das hier. Dieses Yoga, von dem immer alle reden. Obwohl mir die Yoga-Expertin meines Vertrauens im Interview verraten hat, dass es einer der größten Fehler von Anfängern ist, einfach nur YouTube-Videos nachturnen, wollte ich genau das machen. Und habe es auch bis zum heutigen Tag getan.

Mit ein bis zwei Ausnahmen, weil ich das Programm zeitlich etwas an meinen Alltag anpassen musste, habe ich es durchgezogen. Egal wie stark der Muskelkater auch war und wie wenig Lust ich oftmals dazu hatte. Auf Instagram und auch bei Facebook habe ich jeden einzelnen verdammten Tag dieser Challenge dokumentiert und werde das auch noch bis zum bitteren Ende tun.

Zwischen Faszination, Hass und Erschöpfung

Die Erfahrungen, die ich für mich und mit mir während dieser Yoga Challenge 2019 mache, fallen unterschiedlich aus. In den ersten Tagen erlag ich einer Mischung aus Faszination, Hass und Erschöpfung. Die Faszination blieb, die Erschöpfung auch, der Hass hat sich inzwischen gelegt bis auf wenige Ausnahmetage, die sich ganz dem HIIT-Training widmen. Wandsitz und ich werden nun mal keine Freunde mehr.

Auch dann nicht, wenn Mady mich mit sanfter Stimme und noch sanfterem Lächeln dazu zwingen möchte. In diesem Moment möchte ich die beliebteste Yogalehrerin Deutschlands gern durch den Bildschirm hindurch an ihren Haaren in die Kobra ziehen. Glücklicherweise gibt es von diesen Momenten nicht mehr allzu viele. Im Gegenteil: Entgegen meiner Erwartung habe ich mich inzwischen an Frau Morrisons Mady-tation gewöhnt und folge ihren Worten und Bewegungen beinahe widerstandslos.

Yoga Challenge 2019 mit Kind

Irgendwann war sogar Krawalla erschöpft. „Yoga ist sooo anstrengend!“, hieß es dann. ©Nina-Carissima Schönrock/ichmachdannmalsport.de

Routine an die Macht

Als ich kürzlich im Rückbildungs-Fitness-Pilates-Killermütter-Kurs saß und die Kursleiterin uns einige neue Übungen zeigte, musste ich sogar schmunzeln. Ich kannte sie schon. Aus meinen bereits absolvierten Tagen der Challenge. Denn Mady kennt diese Übungen auch und hat sie mir längst beigebracht. So anstrengend manche Tage des Summerbody-Yoga-Flows auch sind, so erfrischend sind sie auch.

Ich genieße das Gefühl, jeden Tag etwas für mich und meinen Körper getan zu haben und weiterhin zu tun. Mal etwas, das richtig Schmackes hat, mal etwas völlig Entspannendes. Mal atme ich mich durch 30 Minuten Slow Down Yoga, mal möchte ich schlichtweg auf der Stelle sterben, wie etwa am Fatburning-Yoga-Tag. Alles in allem setzt bei mir aber eine Art Routine ein. Und wie wichtig die ist, wisst ihr ja dank meines Blogbeitrags zu dem Thema Routine im Sport!

Zwar muss ich beim herabschauenden Hund noch immer auf den Zehenspitzen stehen, weil meine Wadenmuskulatur eindeutig verkürzt ist und daher noch immer nichts anderes zulässt. Aber es wird besser. Spürbar. Kleine Erfolge des Trainings zeigen sich darin, wie sich meine Ausführung der Asanas verbessert und wie ich immer besser, leichter und tiefer in Dehnungen komme. Wo mich das hinführt? Das werden wir sehen. Einige Tage der Yoga Challenge 2019 habe ich schließlich noch vor mir.

 


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